Module
KatSDB besteht aus einer gemeinsamen Basis und mehreren Fachmodulen. Welche Module ein Benutzer sieht und was er darin tun darf, wird pro Modul über die Zugriffsrechte festgelegt. Alle Modulseiten sind gleich aufgebaut: Kopfzeile mit Wappen, Organisation und Ort, Reiter wie Übersicht und Bearbeiten, links Aktionen, Suche und Filter, rechts Tabelle oder Formular.
Basis: Benutzerverwaltung und Einstellungen
Diese beiden Bereiche werden zuerst gebaut, weil alle Fachmodule darauf aufbauen.
Benutzerverwaltung
Verwaltet Benutzerkonten mit Stammdaten (Name, Anschrift, Kontakt), Einheit und Position, Handzeichen, Barcode, Sprache und Bemerkung. In der Übersicht kann nach Name, Benutzer und Einheit gesucht und nach Status (aktiv, gesperrt, gelöscht) gefiltert werden. Ein Benutzer lässt sich kopieren, um Rechte schnell zu übernehmen. Unter „Zugriffsrechte“ wird pro Modul die Berechtigungsstufe gesetzt. Über das Benutzermenü oben rechts kann jeder sein Profil bearbeiten, sein Passwort ändern und sich abmelden.
Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die eigene Benutzerverwaltung mit Benutzername und Passwort. Es gibt keine Anbindung an Active Directory und keine Selbstregistrierung. Nach zu vielen Fehlversuchen wird ein Konto gesperrt, ein Passwortwechsel kann erzwungen werden, und jeder Benutzer kann nach einer einstellbaren Zeit automatisch abgemeldet werden.
Berechtigungsstufen
- Kein: Das Modul ist nicht sichtbar.
- Lesen: Daten ansehen, ohne sie zu ändern.
- Bearbeiten: Daten anlegen, ändern und löschen.
- Vollzugriff: wie Bearbeiten, zusätzlich sind gelöschte Datensätze sichtbar und wiederherstellbar.
Unabhängig davon gibt es das Admin-Recht für die Projekt-Einstellungen.
Einstellungen (nur Admin)
- Organisation und Design: Name, Ort, Anschrift, Hauptansprechpartner, Wappen, Farbschema
- Sicherheit: Passwort-Mindestanforderungen, Standardzeit für automatisches Abmelden, erlaubte Fehlversuche
- E-Mail (SMTP): Postausgangsserver für Benachrichtigungen und Berichte, mit Testmail
- Einheiten und Positionen: Stammlisten für die Benutzerverwaltung
- Datensicherung: Sicherung von Datenbank und Dateien als Download, Anzeige des Speicherbedarfs
- Über: Lizenz, Version, verwendete Komponenten
Funkgeräte
Verwaltet alle Funkgerätetypen: MRT, HRT, FRT und DME. Ein Modellkatalog (z. B. „Sepura SCG2229“) sorgt für einheitliche Schreibweisen und enthält die modellspezifischen Angaben. Jedes einzelne Gerät führt seine gerätespezifischen Daten:
- TETRA-Daten: Funkrufname, Geburts- und Alias-OPTA, TEI, ISSI, Firmware und Softwareversion
- Seriennummer, Status und Barcode
- Beschaffungs- und Abschreibungsdaten
- Zuordnung zu einer Wache, einer Person und optional einem Fahrzeug
FME-Schleifen werden bewusst nicht gepflegt, weil sie sich häufig ändern.
Handyverträge
Verwaltet SIM-Karten mit ICCID, Rufnummer, PIN/PUK, Tarif, monatlichem Preis, Status und Zweck (z. B. „Gefahrstoffzug Handy 1“). Die Zuordnung zu Wache und Person erfolgt über die SIM. Das Gerät (Handy, Tablet, Router, Laptop) ist nur Träger und stammt aus einem eigenen Gerätekatalog. Eine SIM kann auch ohne Gerät auf Lager liegen.
Mit der Stufe „Lesen“ bleiben PIN und PUK verborgen, erst ab „Bearbeiten“ sind sie sichtbar. Die Vertragsstammdaten bleiben im Business-Portal des Anbieters. Dessen Zugangsdaten werden nicht in KatSDB gespeichert.
Fahrzeuge
Verwaltet die Fahrzeuge des Katastrophenschutzes. Fahrzeuge werden einer Wache zugeordnet und können ihrerseits Funkgeräte zugeordnet bekommen. Der genaue Feldumfang wird noch festgelegt.
Wachen
Verwaltet Standorte mit Name, Adresse, Ansprechpartner und Besonderheiten. Dazu kommen Angaben zu Notstromversorgung, Satelliten-Internet, Sendemast und Mastmitbenutzung durch Dritte. Ein zweiter Reiter zeigt die zugeordneten Fahrzeuge. Beim Speichern wird der Name mit den Einheiten abgeglichen, um doppelte Pflege zu vermeiden.
Relais
Verwaltet die BOS-Relaisstationen im 4-m- und 70-cm-Band. Der genaue Feldumfang wird noch festgelegt.
Sirenen
Verwaltet die Sirenen im Landkreis. Der genaue Feldumfang wird noch festgelegt.
Lagerverwaltung
Verwaltet Geräte und Verbrauchsmaterial gleichermaßen, vom Aggregat bis zur Dose Ravioli. Typen bilden grobe Kategorien mit eigenen Zusatzfeldern und eigenem Maskenlayout, jeder Artikel hat zusätzlich einen konkreten Namen. Jedes Einzelstück gehört höchstens einer Gruppe an (z. B. „Waldbrand“), Gruppen lassen sich verschachteln. Pro Artikel und Gruppe werden Ist- und Soll-Bestand geführt, sodass Fehlbestände sofort sichtbar sind.
- Lagerort, Status, Eigentümer, Inventar- und Seriennummer, MHD, Einzel- und Palettengewicht
- Prüfungen über „Jetzt prüfen“: monatliche Sicht-, Füllstands- und Lastlaufprüfung als Datensatz, große Prüfung nach BetrSichV und DGUV V3 mit Ergebnis und PDF-Protokoll
- Bewegungsprotokoll für Zu- und Abgänge, verknüpft mit dem ausführenden Benutzer
- Ausleihen mit Rückgabefrist
- Anhänge an Einzelstücken und an Typen (z. B. Herstellerhandbücher)
- Etikettendruck für Geräte und Lagerplätze
Karte
Zeigt Standorte und Points of Interest auf einer Karte, etwa Wachen, Relais, Sirenen oder einzelne Geräte, sowie freie Markierungen. Das Kartenmaterial liegt als eigene PMTiles-Datei für den Landkreis vor und wird mit MapLibre angezeigt. Damit funktioniert die Karte ohne externe Kartendienste, was im Einsatz ein wichtiger Vorteil ist.
Extras
Unter „Extras“ sind modulübergreifende Werkzeuge für alle Benutzer geplant:
- Fristen-Übersicht: fällige Prüfungen, ablaufende Verträge und MHDs aus allen Modulen
- Fehlbestände: Soll/Ist-Abweichungen, offene und überfällige Ausleihen
- Änderungsprotokoll: modulübergreifende Suche in der Historie
- Erreichbarkeitsliste: Kontakte nach Einheit und Position als PDF
- Notfall-Export: die wichtigsten Daten als PDF-Mappe für den Ausfall von Strom, Netz oder Server
- Import und Export: CSV- oder Excel-Austausch
- Etiketten und Barcodes drucken
- Hilfe: Kurzanleitung, Versionshinweise, Support-Kontakt
